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Veranstaltungen Bergbaujahr/"Ich bin dabei!"/Bürgerfahrservice

In Abstimmung mit allen Verantwortlichen werden auch die Veranstaltungen im Rahmen des Bergbau-Aktions-Wochenendes vom 27. bis 29.3.2020 abgesagt. Es ist vorgesehen, die Veranstaltung für den Herbst diesen Jahres neu zu terminieren.

Die nächste Projektewerkstatt im Rahmen der Ehrenamtsinitiative "Ich bin dabei!" am Freitag, 20.3.2020, im Rathaus Altenkirchen wird auf einen noch festzulegenden Termin verschoben.

Der Bürgerfahrservice (65+) im Bereich Altenkirchen wird aus Vorsichtsgründen vorübergehend eingestellt.

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Jahr des Bergbaus 2020 in Altenkirchen-Flammersfeld

Ein bedeutender Wirtschaftszweig in unserer Heimat war über Jahrhunderte die Eisengewinnung. Als 1965 die letzte Spateisengrube, die Grube Georg in Willroth, geschlossen wurde, ging auch diese traditionsreiche Industrie zu Ende.

Der Förderverein Bergbau- und Hüttentradition (Bergbauförderverein) und die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld wollen das Jahr 2020 nutzen, um auf die Bedeutung der einstigen Bergbau- und Hüttentradition im heimischen Raum hinzuweisen. 2020 wird daher zum „Jahre des Bergbaus“ ausgerufen, zumal es in diesem Jahr mehrere Jubiläen in diesem Themenspektrum gibt:

  •   90 Jahre Schließung Grube Louise (Bürdenbach)
  •   55 Jahre Schließung Grube Georg (Willroth)
  • 185 Jahre Alvenslebenstollen (Burglahr)
  • 185 Jahre Krupp im Wieder Bezirk des Siegerländer Erzbergbaus

Mit verschiedenen Veranstaltungen im Bergbaujahr, rund um das Thema „Bodenschätze“,  soll die Wirtschaftsgeschichte der Verbandsgemeinde verständlich und erlebbar gemacht werden.

Geplante Veranstaltungen:

27.03.202055 Jahre Sillegung der Grube Georg, Geselliges Treffen von ehemaligen Bergleuten und Bilder-Präsentation  
28.03.2020Eröffnung der Besuchersaison des Förderturm Willroth
29.03.202090 Jahre Stillegung Grube Louise, geführte Wanderung
Frühjahr 2020Aufnahme Grube Petersbach (Eichelhardt) in den Geopark Westerwald-Lahn-Taunus
19.04.2020Öffentliche Führung im Alvenslebenstollen
26.04.2020Geführte Wanderung "Relikte des Eirzbergbaus und der Eisenerzverhüttung am Beulskopf bei Heupelzen
13.09.2020Führungen im Alvenslebenstollen (Burglahr) und auf den Förderturm Grube Georg (Willroth) im Rahmen des "Tag des offenen Denkmals"
18.10.2020Westerwälder Mineralienbörse in Horhausen
April - Okt.Jeden 3. Samstag im Monat 14.30 Uhr: Führung auf den Förderturm Willroth

Weitere Infos zu den Terminen finden Se im Info-Faltblatt "Jahr des Bergbaus 2020" (Flyer zum Download)

Alvenslebenstollen

Der Alvenslebenstollen in Burglahr, ein bergbauliches Kleinod, ist ein Wasserlösungsstollen der Grube Louise, der von 1835-1864 gebaut wurde. Er wurde nach Albrecht Graf von Alvensleben (ehem. Preußischer Finanzminister) benannt.
Auf dem schnurgeraden Verlauf von insgesamt 1546 Metern, für Besucher 400 m zugänglich, kann man ein Stück Geschichte erleben: Es finden sich Gedingepflöcke, Lachter-Tafeln, die den Baufortschritt dokumentierten und Nachweise der späteren Sprengarbeit mit Schwarzpulver.
Zudem gibt es schöne mineralogische Besonderheiten, wie Malachit und Chrysokoll-Ausblühungen.

Besichtigung mit Führung nach Vereinbarung (Erwachsene: 3,00 Euro • Kinder: 2,00 Euro)

Informationen und Anmeldungen:
Herrn Albert Schäfer, Willroth, Tel.: 02687/8697
Herrn Klaus Brommenschenkel, Burglahr, Tel.: 02685/989707
sowie mit der Tourist-Information  Altenkirchen-Flammersfeld, Tel.: 02681 85-193 • E-Mail: info(at)vg-ff.de

Förderturm der "Grube Georg"

Der Bergbau begann hier vor über 1000 Jahren im Tagebau in den Wäldern des sogenannten „Horhauser Gangzuges“ (Raum Horhausen). Der 56 m hohe Förderturm der Grube Georg ist das Zeichen des modernen Eisenerzbergbaus der Region. Mit der Schließung dieser Grube am 31. März 1965 ging der Siegerländer Erzbergbau im sogenannten „Wieder-Bezirk“ zu Ende und 550 Bergleute wurden arbeitslos.

Zu Betriebszeiten existierten zwei Schachtanlagen (Schacht I und II) mit je einem separat errichteten Förderturm. Der heute noch bestehende Förderturm befindet sich unmittelbar über der Schachtanlage II, die eine maximale Tiefe (bergmännisch: Teufe) von rund 970 m aufweist. Die Grube war bekannt für ihr hohes Erzvorkommen, da sich neben dem sogenannten Eisenspat (auch Siderit genannt) ein hoher Anteil Mangan befand. Insgesamt wurden rund 6,5 Mio. Tonnen Eisenerz abgebaut.

Der Förderturm steht als Wahrzeichen der Region und ist von weitem sichtbar direkt an der Autobahn A3 (historische Raiffeisenstraße) und der ICE-Trasse Köln-Frankfurt. 1988 wurde der Turm zum Industriedenkmal erklärt und in den Jahren 1994/95 mit Landesmitteln renoviert. Heute dient der Förderturm vor allem als Touristenattraktion.

Im Zeitraum von April bis Oktober findet jeden 3. Samstag im Monat um 14:30 Uhr
(geöffnet bis 16:00 Uhr) eine Besichtigung bis hoch zu den Förderrädern statt.

Von hier aus bietet sich dem Besucher (Mindestalter 14 Jahre) bei schönem Wetter eine herrliche Aussicht über die Region Westerwald/Rhein. Zusätzliche Besichtigungen für Besucher sind nach vorheriger Vereinbarung auch an anderen Terminen möglich

Eintritt: Erwachsene: 3,00 Euro • Kinder: 2,00 Euro

Informationen und Anmeldungen:
Tourist-Information, Tel.: 02685/809-193
oder
Bürgerinitiative Willroth, Jürgen Kalscheid, Tel.: 02687/1323.

Devon Platz

Im Sommer des Jahres 1999 wurden beim Neubau der ICE-Eisenbahn-Trasse von Köln zum Rhein-Main-Gebiet großflächig Gesteine aus der Zeit des Unter-Devons im Bereich der Ortschaften Hombach, Epgert, Krunkel und Willroth freigelegt.

Gefunden wurden Seeskorpione, Überbleibsel von Chasmataspiden (die sowohl Merkmale von Seeskorpionen als auch von Pfeilschwanzkrebsen aufweisen), ein Rest eines tausendfüßlerähnlichen Arthropoden und die ältesten im Rheinischen Schiefergebirge nachgewiesenen Spinnentiere.

Der DEVON-Platz in Epgert nimmt Sie mit auf eine erdgeschichtliche Reise in die Zeit des Erdaltertums, welches vor 417 Millionen Jahren begann und vor etwa 358 Millionen Jahren endete. Hier erfahren Sie mehr von der Rheinischen Meeresstraße, dem bis zu 2,5 m großen Jaekelopterus Rhenanie und der Kollision des Old Red-Kontinent mit dem Kontinent Gondwansund.

weitere Infos: http://www.gemeinde-krunkel.de/wir-in-krunkel/devon-platz.html

Weiterführende Infos zum Westerwälder-Siegerländer Erzbergbau

Die Internetseite QR-Kultur ist eine Online-Enzyklopädie zur regionalen Kultur und Geschichte. Hier können Sie zum Beispiel nach einzelnen Orten der Bergbautätigkeit suchen und sich hierüber im Details informieren. Verschiedene heimatkundliche Ausarbeitungen und Texte stehen ebenfalls zum Download zur Verfügung.

Hier gehts zum Thema Bergbau in unserer Region:

 

Kontakt

Martina Beer
Telefon: 02681 85-193
Fax: 02681 85-4193
tourist-info@vg-ak-ff.de

Hausanschrift

Verbandsgemeindeverwaltung
Altenkirchen-Flammersfeld
Rathausstraße 13
57610 Altenkirchen

Telefon: 02681 85-0 (Zentrale)
Fax: 02681 7122 (Zentrale)

rathaus@vg-ak-ff.de

Öffnungszeiten Rathäuser Altenkirchen & Flammersfeld

Montag und Dienstag
8 - 12 Uhr und 14 - 16 Uhr
Mittwoch
8 - 12 Uhr
Donnerstag        
8 - 12 Uhr und 14 - 18 Uhr
Freitag
8 - 12 Uhr

Bürgerbüro: Mo, Di und Do durchgehend geöffnet

Bankverbindungen der Verbandsgemeindekasse

Westerwald Bank eG
IBAN: DE26 5739 1800 0070 0011 01

Sparkasse Westerwald-Sieg
IBAN: DE30 5735 1030 0000 0003 15