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Eulenberg und Peterslahr schließen sich zusammen

Von links: Ortsbürgermeisterin Bianca Jagusch, Eulenberg, Bürgermeister Fred Jüngerich und Ortsbürgermeister Michael Liedigk, Peterslahr Foto: Verbandsgemeindeverwaltung

Von links: Ortsbürgermeisterin Bianca Jagusch, Eulenberg, Bürgermeister Fred Jüngerich und Ortsbürgermeister Michael Liedigk, Peterslahr Foto: Verbandsgemeindeverwaltung

Fusionsvereinbarung offiziell unterzeichnet

Der nächste Schritt ist gemacht: Im großen Ratssaal des Rathauses Flammersfeld haben Ortsbürgermeisterin Bianca Jagusch, Eulenberg, und Ortsbürgermeister Michael Liedigk, Peterslahr, am Montag, 11. Mai 2026, im Beisein von zahlreichen Mitgliedern der beiden Ortsgemeinderäte sowie von Bürgermeister Fred Jüngerich und Vertretern der Verwaltung offiziell die „Fusionsvereinbarung zum freiwilligen Zusammenschluss der Ortsgemeinden Eulenberg und Peterslahr“ unterzeichnet.

Bereits in den Jahren 2008/2009 hatte es erste Bemühungen um eine Fusion der beiden Ortsgemeinden gegeben, die jedoch nicht zum Abschluss gebracht werden konnten. 2025 wurde das Thema dann durch die bei der Kommunalwahl 2024 gewählten Ortsgemeinderäte gemeinsam mit der Verwaltung erneut aufgegriffen. Nach einem Vorgespräch der beiden Ortsgemeinderäte folgte am 13. April 2026 eine gemeinsame Einwohnerversammlung, in der die Eckpunkte der ausgearbeiteten Fusionsvereinbarung vorgestellt wurden. In ihren Sitzungen am 22. April 2026 und 27. April 2026 hatten sodann die beiden Ortsgemeinderäte der Fusionsvereinbarung und dem Antrag auf Gebietsänderung formal zugestimmt.

„Die heutige Unterzeichnung der Fusionsvereinbarung ist ein bedeutender Moment für beide Ortsgemeinden und zugleich ein starkes Signal für eine nachhaltige kommunale Entwicklung. Der freiwillige Zusammenschluss von Eulenberg und Peterslahr zeigt, dass zukunftsorientierte Entscheidungen vor Ort gemeinsam und konstruktiv getroffen werden können“, erklärte Bürgermeister Fred Jüngerich.

Die beiden Ortsgemeinden verbindet schon seit jeher das gemeinsame Kirchspiel, die gemeinsame Nutzung des Friedhofs, die Jagdgenossenschaft, der Einzugsbereich für Kindertagesstätte und Schule sowie der gemeinsame Besuch örtlicher Brauchtumsveranstaltungen. Künftig wird auch der gemeinsame Ortsname Peterslahr hinzukommen, Eulenberg wird fortan als Ortsteil geführt.

„Die beiden Gemeinden rücken nun auch offiziell noch enger zusammen. Wir bündeln unsere Kräfte und gewinnen dadurch mehr Schlagkraft für die zukünftige Entwicklung unseres Ortes. Für uns ist die Fusion der richtige Schritt, um langfristig handlungsfähig und attraktiv zu bleiben“, betonte Ortsbürgermeister Michael Liedigk.

Zur Umsetzung der Gebietsänderung, die in der Form einer Eingliederung der Ortsgemeinde Eulenberg in die Ortsgemeinde Peterslahr zum 1.1.2027 erfolgen soll, muss nun im nächsten Schritt ein entsprechendes Landesgesetz erlassen werden. Die vorbereitenden Gespräche dazu mit Vertretern des Ministeriums des Innern und für Sport liefen konstruktiv. Die Durchführung des Gesetzgebungsverfahrens soll im Jahr 2026 erfolgen. Das „Fusionsgesetz“ wird verschiedene konkrete Regelungen umfassen, wie etwa die Festlegung des Fusionszeitpunkts oder die Neuwahl von Ortsgemeinderat und Ortsbürgermeister sowie die Höhe der finanziellen Unterstützung des Landes für den freiwilligen Zusammenschluss, der mit 80.000 Euro in Aussicht gestellt wurde. Bis zur Neuwahl des künftigen Ortsgemeinderates soll der Ortsgemeinderat Peterslahr zudem um zwei Mitglieder des Ortsgemeinderates Eulenberg erweitert werden.

„Die Gespräche zwischen beiden Gemeinden wurden sehr zügig, offen und vertrauensvoll geführt. Deshalb freuen wir uns sehr darüber, dass nun so eine gemeinsame Lösung gefunden werden konnte. Für Eulenberg ist dies ein wichtiger und positiver Schritt in die Zukunft“, sagte Ortsbürgermeisterin Bianca Jagusch.

Da es aktuell in beiden Ortsgemeinden eine „Bergstraße“ gibt, hat der Ortsgemeinderat Eulenberg in seiner letzten Sitzung entschieden, die „Bergstraße“ in Eulenberg künftig in „Eulenberger Straße“ umzubenennen. Die Änderung soll nach dem Erlass des Landesgesetzes Ende 2026 durch die Verwaltung vollzogen werden. Bis zur Kommunalwahl 2029 soll außerdem ein neues gemeinsames Wappen entwickelt werden.

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