Die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld und die Kreisstadt Altenkirchen unterstützen Dr. Christian Chahem auf seinem Weg zum eigenen Hausarzt. Der Mediziner nutzt die kommunalen Förderprogramme zunächst für seine Tätigkeit als Weiterbildungsassistent und anschließend für die geplante Übernahme der internistischen Hausarztpraxis seines Vaters im Jahr 2027.
Um die haus- und fachärztliche Versorgung in der Region langfristig zu sichern, hat die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld im Mai 2024 eine eigene Förderrichtlinie beschlossen. Ziel ist es, dem Ärztemangel entgegenzuwirken, offene kassenärztliche Sitze zu besetzen und Praxisnachfolgen insbesondere im ländlichen Raum zu unterstützen. Auch die Kreisstadt Altenkirchen hat ein entsprechendes Förderprogramm aufgelegt.
„Der Ärztemangel ist auch bei uns längst spürbar. Die Sicherung der ärztlichen Versorgung gehört zwar nicht zu den Pflichtaufgaben der Verbandsgemeinde, aber wir wollen nicht einfach abwarten, bis sich das Problem verschärft. Wenn wir mit unserer Förderung dazu beitragen können, dass Ärztinnen und Ärzte hier eine Perspektive bekommen und Praxen weitergeführt werden können, dann tun wir das gerne. Das Beispiel von Dr. Christian Chahem zeigt, dass diese Unterstützung ganz konkret ankommt“, erklärt Bürgermeister Fred Jüngerich.
Die Möglichkeiten reichen von der Förderung einer Praxisübernahme oder -neugründung bis hin zur Unterstützung bei der Anstellung von Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten. Für diese können sowohl die Verbandsgemeinde als auch die Kreisstadt jeweils 500 Euro monatlich für bis zu zwei Jahre zur Verfügung stellen. Dr. Christian Chahem erhält seit dem 1. Juli 2026 eine solche Förderung für seine Tätigkeit in der internistischen Hausarztpraxis seines Vaters, Louis Chahem, M.D.
„Für mich ist es eine schöne Perspektive, die Praxis meines Vaters weiterzuführen und damit auch langfristig für die Menschen in Altenkirchen da zu sein. Die Unterstützung durch Verbandsgemeinde und Stadt hilft mir dabei, mich Schritt für Schritt auf die Übernahme vorzubereiten“, sagt Dr. Christian Chahem.
Darüber hinaus ist bereits der nächste Schritt geplant: im Laufe des 2. Halbjahres 2027 möchte Dr. Christian Chahem die internistische Hausarztpraxis seines Vaters übernehmen. Auch dabei unterstützen die beiden Kommunen. Die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld stellt hierfür 30.000 Euro zur Verfügung, die Kreisstadt Altenkirchen weitere 25.000 Euro. Damit beläuft sich die gemeinsame Förderung der geplanten Praxisübernahme auf insgesamt 55.000 Euro.
Auch Stadtbürgermeister Ralf Lindenpütz sieht in der gemeinsamen Unterstützung ein wichtiges Signal: „Als kommunale Familie unterstützen wir diesen Weg gerne. Es ist wichtig, dass die Praxis in Altenkirchen eine gute Zukunft hat.“
Das Beispiel von Dr. Christian Chahem zeigt, wie kommunale Förderung konkret dazu beitragen kann, medizinische Versorgung vor Ort zu sichern. Gleichzeitig wird der ärztliche Nachwuchs unterstützt und eine Perspektive für bestehende Praxen geschaffen.
Die Förderprogramme wurden auch bereits von weiteren Ärztinnen und Ärzten genutzt, so unter anderem in den Bereichen Allgemeinmedizin, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde sowie Psychiatrie und Psychotherapie. Mit den Förderprogrammen wollen die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld und die Kreisstadt Altenkirchen gemeinsam dazu beitragen, dass Bürgerinnen und Bürger auch künftig auf eine wohnortnahe hausärztliche Versorgung zurückgreifen können.
