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Nachhaltige Investition in den Abwasser- und Umweltschutz

Von links: Bürgermeister Fred Jüngerich und Staatssekretär Dr. Erwin Manz vergruben gemeinsam die Zeitkapsel

Staatssekretär Dr. Erwin Manz (rechts) überreichte Bürgermeister Fred Jüngerich (links) die Förderbescheide für die Kläranlagen Leuzbach und Peterslahr

Planungsansicht der zwei neuen SBR-Reaktoren; Fotos: Verbandsgemeindeverwaltung

Baumaßnahmen an der Kläranlage Mehrbachtal beginnen

Die Abwasserentsorgung stellt einen wichtigen Bestandteil einer intakten Infrastruktur in der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld dar. Um das Abwasser ordnungsgemäß und umweltfreundlich zu reinigen und zu entsorgen, bedarf es moderner Anlagen der Abwasser- und Umwelttechnik. Um diese Anforderungen im Gebiet der Verbandsgemeinde auch in Zukunft erfüllen zu können, wurde bereits im Jahr 2018 gemeinsam mit der Planungsgemeinschaft „Rheinplan-enwacon“ aus Bonn begonnen, die Optimierung der veralteten Kläranlagen in Hasselbach und Mehren zu planen.

Nach Abwägen des Kosten- und Arbeitsaufwandes wurde entschieden, die beiden Kläranlagen zusammenzulegen. Während die bestehende Kläranlage im Mehrbachtal ausgebaut und modernisiert wird, wird die Teichkläranlage in Hasselbach zum Teil zurückgebaut. Ein vorhandenes Erdbecken in Hasselbach wird umfunktioniert und künftig als Regenrückhaltebecken verwendet, um bei starken Regen- und Mischwasserzuflüssen die neue Kläranlage im Mehrbachtal zu entlasten.

Die Planung des Ausbaus der Kläranlage Mehrbachtal sieht vor, bereits vorhandene Bauwerke und Gebäude in das neue Kläranlagenkonzept miteinzubinden und zwei SBR-Reaktoren (Sequenzing Bath Reactor) neu zu bauen, die einen zweistraßigen, redundanten und damit sicheren Betrieb erlauben. Damit werden zum einen die behördlichen Auflagen der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD-Nord) erfüllt und zum anderen Investitionskosten eingespart, da keine weiteren Bauwerke und Flächen benötigt werden. Zusätzlich können die Entsorgungskosten für den Klärschlamm künftig minimiert werden.

Die neue Anlage wird durch den Einsatz von Phosphor und Stickstoff eine bessere Reinigungsleitung erbringen und dadurch die Schmutzfracht, die in den Mehrbach geleitet wird, erheblich verringern. Zudem wird die eingeleitete Wassermenge bereits ab Hasselbach gedrosselt, sodass es zu einer verzögerten Wasserabgabe in den Mehrbach kommt, was wiederum zu weniger Erosionen führt.

Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf rund 11,6 Mio. €. Damit stellt der Um- und Ausbau der Kläranlagen neben dem Neubau des Hallenbades in Altenkirchen aktuell das finanziell größte Projekt der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld dar. Der Bund fördert das Vorhaben mit einem Zuschuss von 1.000.000 €, davon 600.000 € über einen Tilgungszuschuss über die KfW-Bank, und das Land Rheinland-Pfalz mit einem Zuschuss in der Höhe von 3,076 Mio. € und einem zinslosen Darlehen über 3,641 Mio. €. Zusätzlich wurde seitens der Verbandsgemeinde ein Bonus für Großprojekte beim Land beantragt.

Insgesamt werden für den Kläranlagenumbau 15 Einzellose vergeben, die zum Teil durch hiesige Baufirmen ausgeführt werden. Dadurch werden die örtliche Wirtschaft und gleichermaßen die Kommune gestärkt.

Am Donnerstag, 8. September 2022, fand die feierliche Grundsteinlegung für den Neubau der zwei SBR-Reaktoren in der Kläranlage Mehrbachtal statt. Unter den Gästen befanden sich unter anderem Staatssekretär Dr. Erwin Manz, stellvertretend für die Klimaschutzministerin Kartin Eder, Kreisbeigeordneter Klaus Schneider, Bürgermeister Fred Jüngerich und die Ortsbürgermeister der einleitenden Ortsgemeinden. Ferner nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Verbandsgemeinde, der Kläranlage, der Verbandsgemeindewerke sowie der bauausführenden Firmen an der Veranstaltung teil.

Bürgermeister Jüngerich hob die Bedeutung des Projektes hervor: „Der Um- und Ausbau der Kläranlage stellt nicht nur eine Serviceleistung an die Menschen, sondern darüber hinaus eine Selbstverpflichtung der Verbandsgemeinde dar. Diese lokale Maßnahme hat weitreichende Konsequenzen über die Grenzen der Region hinaus. Indem wir hier vor Ort den Gewässerschutz und damit den Umweltschutz vorantreiben, sorgen wir auch überregional für eine Entlastung der Gewässer.“

Staatssekretär Dr. Manz ergänzte, dass die Kommunen zu ihren Leistungen hinsichtlich des Gewässerschutzes der letzten Jahre beglückwünscht werden können. Die Gewässer seien insgesamt viel sauberer geworden. „Mit dem Bau der Kläranlage im Mehrbachtal wird ein weiterer wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Ich danke Ihnen für die mutige Entscheidung zu dieser Investition“, so Manz. Der Staatsminister kam nicht mit leeren Händen. Passend zum Thema überreichte er Bürgermeister Jüngerich drei Förderbescheide für die Kläranlagen der Verbandsgemeinde: das Land gewährt einen Zuschuss von 31.700 € für den Bau eines Stromspeichers für die Photovoltaik-Anlage in der Kläranlage Leuzbach, einen Zuschuss von 52.800 € für den Bau einer PV-Anlage in der Kläranlage Peterslahr sowie ein zinsloses Darlehen über 357.200 € für den Einbau einer Klärschlammschneckenpresse ebenfalls in der Kläranlage Peterslahr. Bürgermeister Jüngerich bedankte sich herzlich beim Staatssekretär für die Zuwendungen bzw. die Darlehensgewährung seitens der Landesregierung.

Für die Planungsgemeinschaft „Rheinplan-enwacon“ stellte Diplomingenieur Alexander Schulz-Pflugbeil den Anwesenden das Bauprojekt vor und erläuterte den aktuellen Arbeitsstand. Die Leitungsverbindung zwischen beiden Kläranlagen sei inzwischen hergestellt. Nun folgen der Neubau der SBR-Reaktoren und der Umbau der Bestandsbauwerke.

Anschließend wurde symbolisch für die Grundsteinlegung des Neubaus der Reaktoren eine Zeitkapsel vergraben.  

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