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Spatenstich für neue Mensa der Grundschule Erich Kästner-Schule in Altenkirchen

Gemeinsam freuen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Schule und Planung über den Start der Baumaßnahme.

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich ist am Mittwoch, 26. August, der Startschuss für den Neubau der Mensa an der Erich-Kästner-Schule in Altenkirchen gefallen. Die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld schafft als Schulträger damit die räumlichen Voraussetzungen für die zunehmende Ganztagsbetreuung und reagiert auf den stufenweise eingeführten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter. Gleichzeitig werden wichtige Weichen für die zukünftige Entwicklung des Schulstandorts gestellt.

Dass der Baubeginn auch für die Schülerinnen und Schüler ein besonderes Ereignis war, wurde bereits zum Auftakt der Veranstaltung deutlich. Schulleiterin Ingrid Loos begrüßte die Gäste gemeinsam mit den Kindern, die den Beginn mit einem Lied begleiteten. Auch im Unterricht ist das Bauvorhaben bereits Thema. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit dem Neubau und können nun erleben, wie aus den Plänen Schritt für Schritt ein neues Gebäude entsteht.

An der Grundschule II werden derzeit rund 350 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Perspektivisch wird davon ausgegangen, dass etwa 150 Kinder die betreuende Grundschule nutzen werden. Das bestehende Angebot umfasst die Früh- und Mittagsbetreuung; rund 20 Kinder können derzeit bis 16 Uhr betreut werden. Die Nachfrage nach Ganztagsplätzen nimmt weiter zu, während die vorhandenen räumlichen Kapazitäten bereits heute an ihre Grenzen stoßen. Auch die Grundschule I kann die Nachfrage aus dem Einzugsbereich der Grundschule II nicht dauerhaft auffangen.

Der Neubau schafft deshalb dringend benötigte Räume für Mittagsverpflegung, Betreuung und einen verlässlichen Ganztagsbetrieb.

„Mit dem Neubau schaffen wir nicht einfach nur einen Speiseraum. Wir schaffen moderne Räume für Betreuung, Begegnung und einen verlässlichen Ganztagsbetrieb. Gleichzeitig denken wir bereits heute an die zukünftige Entwicklung der Schule“, erklärte Bürgermeister Fred Jüngerich. „Mein besonderer Dank gilt dabei auch den politischen Gremien, die diese wichtige Entscheidung mitgetragen und damit den Weg für die Investition in die Zukunft unserer Schule bereitet haben. Der Bau dieser Mensa ist für uns nicht bloß eine gesetzliche Verpflichtung, sondern auch eine moralische.“

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung ordnete Andreas Fleck, Referent der Schulaufsicht bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), das Bauvorhaben aus schulischer Sicht ein. Anschließend erläuterte Architekt Peter Pesau die wesentlichen Aspekte der Planung und gab den Gästen einen Einblick in das geplante Gebäude. Beim gemeinsamen Spatenfoto wurde schließlich der symbolische Start der Baumaßnahme festgehalten. Bei einem kleinen Imbiss auf dem Schulhof blieb anschließend Gelegenheit zum Austausch.

Das eingeschossige Mensagebäude wird rund 560 Quadratmeter Bruttogrundfläche umfassen. Vorgesehen sind unter anderem ein Foyer, zwei Betreuungsräume, ein Speiseraum für 76 Kinder, eine vorgelagerte Terrasse sowie eine Küche mit Nebenräumen. Das Essen kann damit künftig frisch vor Ort zubereitet werden. Ergänzt wird das Raumangebot durch Sanitäranlagen, ein barrierefreies WC, ein Stuhllager und einen Technikraum. Da perspektivisch rund 150 Kinder an der Ganztagsbetreuung teilnehmen könnten, ist die Essensversorgung in zwei Schichten vorgesehen.

Die neue Mensa soll dabei mehr sein als ein reiner Speiseraum. Sie schafft Raum für Betreuung, Begegnung und einen geregelten Ganztagsbetrieb. Durch die multifunktionale Ausgestaltung kann das Gebäude darüber hinaus beispielsweise auch als Versammlungsstätte genutzt werden.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Zukunftsfähigkeit des Neubaus. Das Gebäude wird statisch bereits für eine spätere Aufstockung um ein weiteres Geschoss ausgelegt. Dort könnten bei künftigem Bedarf zusätzliche Unterrichts- und Nebenräume entstehen. Mit einem bereits vorgesehenen Treppenhaus, einem Aufzugsschacht und einer entsprechend dimensionierten Toilettenanlage werden die dafür notwendigen Voraussetzungen schon beim Neubau berücksichtigt.

Die Investition beläuft sich nach aktueller Kostenberechnung auf rund 3,6 Millionen Euro. Für die Umsetzung wurden Fördermittel aus dem GaFöG-Basismittelprogramm beantragt. Aus diesem Programm stehen der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld insgesamt rund 950.000 Euro zur Verfügung. Darüber hinaus wurden Fördermittel aus dem Landesschulbauprogramm beantragt.

Der Neubau ist zugleich ein erster wichtiger Schritt in der weiteren Entwicklung der Grundschule. Mittelfristig sollen auch die älteren Gebäudeteile an der Siegener Straße, darunter das rote Haus und der Verwaltungstrakt, betrachtet und schrittweise weiterentwickelt werden. Eine umfassende Gesamtmaßnahme konnte aufgrund der Fristen des Förderprogramms „Basismittel“ zunächst nicht gemeinsam mit dem Mensaneubau umgesetzt werden. Die weiteren baulichen Entwicklungen der Grundschule II sollen daher schrittweise betrachtet werden.

 

 

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