Nicht jeder Streit muss vor Gericht enden – dafür gibt es die Schiedspersonen. Sie vermitteln oftmals erfolgreich zwischen Bürgerinnen und Bürgern, bevor Konflikte eskalieren und entlasten somit die Gerichte und Justizbehörden. Vier neue Ehrenamtliche wurden jetzt für die kommenden fünf Jahre ernannt.
Neu im Amt sind Wolfgang Lanvermann und Michael Liedigk als Schiedsperson, ihre Stellvertreter sind künftig Ralf Hassel und Klaus Schneider. Lanvermann war bereits stellvertretender Schiedsmann. Gleichzeitig wurden Georg Hillen, Klaus Brag und Rainer Wilfert für ihr langjähriges Engagement geehrt, da sie mit der Neuverpflichtung der Schiedspersonen als bisherige Amtsträger ausschieden.
Die neuen Schiedspersonen erhielten ihre Ernennungsurkunden von Johannes Kempf, Direktor des Altenkirchener Amtsgerichts und leisteten den erforderlichen Amtseid. Kempf hob die Besonderheit dieses Amtes hervor: „Es erfordert Fingerspitzengefühl, Unparteilichkeit und die Fähigkeit, Konfliktparteien auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Besser vertragen, als gleich zu klagen.“
Die Zuständigkeit ist nach Bezirken gegliedert. Lanvermann und Schneider sind für den Bezirk 1 zuständig (Gebiet der ehemaligen Verbandsgemeinde Altenkirchen), Liedigk und Hassel sind für den Bezirk 2 verantwortlich (ehemalige Verbandsgemeinde Flammersfeld und die Ortsgemeinde Neitersen).
Im Namen der Verbandsgemeinde gratulierte der Beigeordnete Wilfried Stahl den neuen Schiedspersonen und dankte Ihnen für die Bereitschaft, dieses verantwortungsvolle Ehrenamt zu übernehmen. Er würdigte zugleich die Arbeit der ausscheidenden Amtsträger. „Das Schiedsamt ist eine unverzichtbare Facette für das Funktionieren unserer Gesellschaft“, so Stahl.
