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Ziegenhain

Mit einer Fläche von nur 0,71 km² ist Ziegenhain die zweitkleinste Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld und zugleich die viertkleinste Gemeinde Deutschlands. Trotz seiner geringen Größe zeichnet sich der Ort durch seine reizvolle Lage, seine lebendige Dorfgemeinschaft und eine bemerkenswerte Zukunftsorientierung aus.

Ziegenhain liegt auf einer Hochfläche mitten im Grünen und bietet beeindruckende Ausblicke über den Westerwald. Bei guter Sicht reicht der Blick im Süden bis zu den Montabaurer Höhen und im Osten bis zur Fuchskaute, zum Schloss Hachenburg und nach Bad Marienberg. Im Nordwesten schließt sich das ausgedehnte Waldgebiet „Hück“ an, von dem aus sogar das Siebengebirge zu erkennen ist. Durch dieses Waldgebiet verläuft die historische Kohlstraße, über die über viele Jahrhunderte hinweg Holzkohle mit Fuhrwerken zu den Verhüttungsstätten der Metallindustrie am Rhein transportiert wurde.

Diese besondere Höhenlage findet sich auch im Ziegenhainer Wappen wieder, das die Gemeinde seit 2013 führt. Es zeigt symbolisch die erhöhte Lage des Ortes sowie einen Eichenzweig, der auf die mächtigen Eichen innerhalb der Ortslage verweist. Der Ortsname „Ziegenhain“ hat ebenfalls einen historischen Hintergrund. Das Wort „Hain“ beziehungsweise „Hahn“ verweist auf die frühere Einfriedung des Dorfes. Wie vielerorts im Westerwald war die Siedlung einst von einer dichten Hecke – einem sogenannten Hagen – umgeben. Diese diente sowohl dem Schutz vor äußeren Gefahren als auch als Einzäunung für die Weidetiere. Vermutlich gehörten zahlreiche Ziegen zu diesen Tieren, was schließlich zur Namensgebung des Ortes beitrug.

Die Ortsgemeinde grenzt an die Nachbargemeinden Orfgen, Giershausen, Kraam und Mehren. Seit 1994 gehört auch der Ortsteil Ziegenhahn zu Ziegenhain; zuvor war dieser Teil der Gemeinde Orfgen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Ziegenhain im Jahr 1556, Ziegenhahn folgte ein Jahr später. Historisch gehörte die Gemeinde bis 1806 zur Grafschaft Sayn-Altenkirchen und ist bis heute Teil des Kirchspiels Mehren. Bis Ende 2019 war Ziegenhain Mitglied der Verbandsgemeinde Flammersfeld. Seit der kommunalen Fusion im Jahr 2020 gehört der Ort zur Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld.

Über viele Generationen war Ziegenhain landwirtschaftlich geprägt. Seit den 1960er- und 1970er-Jahren entwickelte sich die Gemeinde zunehmend zu einem attraktiven Wohnort. Dennoch spielt die Landwirtschaft auch heute noch eine Rolle – sei es im Nebenerwerb oder als Hobby. So prägen Rinder, schottische Highland Cattle, Pferde, Esel, Ziegen, Schafe sowie Gänse, Enten und Hühner bis heute das Ortsbild und verleihen dem Dorf seinen ländlichen Charakter.

Viele Einwohner pendeln täglich in die Wirtschaftsregionen Koblenz, Köln/Bonn oder Siegen. Gleichzeitig konnte Ziegenhain in den vergangenen Jahren eine erfreuliche Bevölkerungsentwicklung verzeichnen. Mit aktuell 167 Einwohnerinnen und Einwohnern zählt der Ort überdurchschnittlich viele Familien mit kleinen Kindern und entwickelt sich stetig weiter.

Das Bürgerhaus bildet den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Hier treffen sich Vereine, Gruppen und Bürgerinnen und Bürger zu zahlreichen Veranstaltungen. Ergänzt wird dieser Treffpunkt durch den modernen Mehrgenerationenplatz, der kontinuierlich erweitert und weiterentwickelt wird und Menschen aller Altersgruppen Raum für Begegnung, Spiel und Erholung bietet.

Neben einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb sind in Ziegenhain mehrere Kleingewerbebetriebe ansässig. Mit dem Wachstum der Einwohnerzahl arbeitet der Gemeinderat gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern kontinuierlich daran, die Infrastruktur weiter auszubauen und die hohe Lebensqualität im Dorf dauerhaft zu sichern.

Ein besonderer Höhepunkt in der jüngeren Ortsgeschichte war der Gewinn der Goldmedaille im Bundesentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“ im Jahr 2026. Diese Auszeichnung würdigt eindrucksvoll das außergewöhnliche Engagement der Dorfgemeinschaft, den starken Zusammenhalt sowie die nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung der Gemeinde.

Ziegenhain beweist eindrucksvoll, dass die Größe eines Ortes nichts über seine Bedeutung aussagt. Was das Dorf auszeichnet, sind seine landschaftliche Schönheit, seine geschichtlichen Wurzeln, seine lebendige Gemeinschaft und der gemeinsame Wille, die Zukunft aktiv zu gestalten. Gerade diese Mischung macht Ziegenhain zu einem lebens- und liebenswerten Ort im Herzen des Westerwaldes.

Besuch Innenminister Michael Ebling in Ziegenhain

https://www.youtube.com/watch?v=kjPh8k5EEhI

Ortsgemeinderat (Wahlzeit 2024-2029)

  • Nicolas Ahrend (Ortsbürgermeister)
  • Michael Gruner (Erster Beigeordneter)
  • Philipp Hergesell (Beigeordneter)
  • Heiko Haas
  • Janette Klein
  • Karin Koziollek
  • Axel Rohmann

Friedhofssatzungen

Die Ortsgemeinde ist Mitglied im Zweckverband „Friedhof Mehren“. Die Satzungen des Zweckverbandes „Friedhof Mehren“ finden Sie hier.

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Ortsbürgermeister

Nicolas Ahrend
Zur Eiche 6
57632 Ziegenhain

Telefon: 02685 988294 
E-Mail:
buergermeister@og-ziegenhain.de


Vertreter
Erster Beigeordneter
Michael Gruner
Birkenweg 3
57632 Ziegenhain


Homepage:
www.og-ziegenhain.de

 

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